Chlorella: Hilfe bei nicht-alkoholischer Fettleber

Die nicht-alkoholische Fettleber (NAFL) ist ein Problem, das nicht nur in der westlichen Welt, sondern weltweit zunimmt und im Zusammenhang mit der immer stärkeren Verbreitung von Adipositas steht. Im Westen wird die Prävalenz von NAFL auf 10–35% geschätzt, in Asien auf 5–30%. Im Westen ist NAFL mittlerweile die häufigste Lebererkrankung.

Studie bei NAFL-Patienten

In der vorliegenden randomisierten, plazebokontrollierten Doppelblindstudie wurde die Wirkung von Chlorella vulgaris bei Patienten mit NAFL untersucht, und zwar im Hinblick auf Leberenzyme, Blutzucker und Lipidprofil.

60 Patienten im Alter zwischen 20 und 50 Jahren nahmen teil. Alle hatten eine sonographisch und laborchemisch bestätigte Steatose (Transaminasenerhöhung) und einen Body-Mass-Index ≥30kg/m². Alle Patienten erhielten 400mg Vitamin E pro Tag, die Verumgruppe zusätzlich 1.200mg Chlorella-Extrakt in Tablettenform, die andere Gruppe entsprechendes Plazebo. Das mittlere Alter betrug 37 Jahre, ca. 55% waren männlich.

Senkung von Gewicht und Blutzucker

55 Patienten beendeten die Studie, die acht Wochen gedauert hatte. In beiden Gruppen kam es zu einem signifikanten Abfall von Körpergewicht, Leberenzymen, Nüchternblutzucker und Lipidprofil. Das Körpergewicht, der Nüchternblutzucker und die alkalische Phosphatase sanken allerdings in der Chlorella-Gruppe signifikant stärker ab als in der Plazebogruppe. In beiden Gruppen veränderte sich die Gesamtenergieaufnahme in der Nahrung sowie die Aufnahme von Fett, Protein und Ballaststoffen nicht. Die Chlorella reduzierte allerdings ihre Kohlehydrataufnahme signifikant.

Chlorella hat, wie auch andere Studien zeigten, einen gewichtsverringernden Effekt und eine blutzuckersenkende Wirkung, die möglicherweise über eine Reduktion von freien Fettsäuren im Plasma zustande kommt. Weiters wird auch eine günstige Wirkung von Chlorella auf die pankreatischen Betazellen diskutiert.

Fazit: Bei Patienten mit NAFL und Adipositas reduziert Chlorella das Körpergewicht, den Nüchternblutzucker und die alkalische Phosphatase.

nh

Quelle: Ebrahimi-Mameghani M et al., Health Promot Perspect 2014;4(1):107–115. doi:10.5681/hpp.2014.014