Chlorella: schützt die Leber gegen oxidative Schäden

Kohlenstoff-Tetrachlorid (CCl4) ist ein industrielles Lösungsmittel mit stark hepatotoxischen Wirkungen. Es wird in Tierversuchen häufig verwendet, um oxidativen Stress und Leberschäden auszulösen. Die Leberschädigung, die durch CCl4 entsteht, resultiert aus der Bildung von freien Radikalen und Lipidperoxidation, was zu einer Schädigung von Hepatozyten führt.

Die Ratten erhielten vier Wochen lang zweimal pro Woche CCl4. Die Tiere wurden in fünf Gruppen unterteilt. Gruppe A war die Kontrollgruppe, Gruppe B erhielt nur Chlorella-Extrakt, Gruppe C nur CCl4, Gruppe D Chlorella und CCl4 und Gruppe E Silymarin plus CCl4. Silymarin ist eine Standardsubstanz, die seit Jahren zur Behandlung toxischer Leberschäden Verwendung findet.

Hepatoprotektive Wirkung

Es zeigte sich, dass Chlorella, das hier als 80-prozentiger Äthanolextrakt verabreicht wurde, einen signifikante protektive Wirkung gegen die durch CCl4 ausgelösten Leberschädigungen und oxidativen Stress ausübte. Dies führte zu einer Reduktion der Lipidperoxidation. Auch im Serum gemessene Parameter wie die Leber-Transaminasen (Aspartat-Aminotransfer, AST, und Alanin-Aminotransferase, ALT, s. Abb. 1) verbesserten sich unter Chlorella.

Abb. 1: Veränderung der Transaminasen

Legende: Veränderungen von AST (A) und ALT (B) nach vier Wochen. Gruppe A: Kontrolle, Gruppe B: GPE (Chlorella), Gruppe C: CCl4, Gruppe D: GPE + CCl4, Gruppe E: Silymarin + CCl4. * Unterschied signifikant gegenüber Gruppe A; # Unterschied signifikant gegenüber Gruppe C

Auch antioxidative Parameter wie Glutathion, Vitamin C, Superoxiddismutase und Catalase stiegen unter der Chlorella-Behandlung signifikant an. Dabei entsprach die Wirkung von Chlorella etwa jener des Standardmedikaments Silymarin.

Fazit: Chlorella zeigt hepatoprotektive Wirkungen gegen chemisch induzierte Leberschädigung bei Ratten und wirkt etwa gleich stark wie Silymarin.

nh

Quelle: Peng HY et al., In vivo 2009;23(5):747-754.